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BHV (Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V.)
Gewalt beim Hundetraining: Berufsverband fordert vom ZDF Ende von „Die Hundeflüsterin“
BHV kritisiert körpersprachliche Bedrohung von Hunden

Berlin/ Waldems-Esch, 30. Mai 2013 – Nach den Privatsendern haben jetzt auch die öffentlich rechtlichen Sender das Thema Hundeerziehung für sich entdeckt. Das ZDF hat mit „Die Hundeflüsterin“ allerdings eine Sendung ins Programm genommen, die den Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV) e.V. auf den Plan ruft: Vor laufender Kamera werden verhaltensauffällige Hunde körperlich bedroht. In mehreren Szenen ist zu sehen, wie die Trainerin Maja N. die Tiere für ihr Verhalten in unangemessener Weise und für das Tier unverständlich zurechtweist. „Das ZDF unterstützt diesen tierschutzwidrigen Umgang und gibt ihm eine Plattform“, sagt Rainer Schröder, der Vorsitzende des BHV. Ein öffentlich-rechtlicher Sender wie das ZDF sei in der Verantwortung, Sendungen vor Ausstrahlung kritisch und fachlich zu überprüfen. „Wäre dies der Fall gewesen, wären diese teilweise handgreiflichen Szenen nie gesendet worden“, sagt Schröder. 

 Der BHV unterstützt eine Petition, die aktuell im Internet läuft. Der mehr als 700 Mitglieder zählende Verband wirft dem ZDF vor, einer Hundetrainerin ein Forum zu geben, die mit Angst und Einschüchterung arbeitet. „Diese Szenen sprechen nicht für den Alltag einer gut ausgebildeten, verantwortungsvollen Hundetrainerin, sondern spiegeln eher die Hilflosigkeit, mit der Frau N. versucht, Hunde zu therapieren“, erklärt Rainer Schröder. Die am 11. Mai gezeigten Darstellungen seien nicht mit den modernen, gewaltfreien und wissenschaftlich anerkannten Methoden der Hundeerziehung vereinbar und vermittelten in der Öffentlichkeit ein falsches Bild, erklärt Schröder weiter. Die Körpersprache der betroffenen Hunde werde von Frau M. konsequent missachtet oder falsch interpretiert. Die von der Trainerin vermutete Entspannung eines Hundes sei vielmehr Ausdruck von Hilflosigkeit und Unterwürfigkeit.

Konkret bedeuten die gezeigten Szenen mit den verwendeten riskanten Trainingstechniken eine enorme Stressbelastung für Hunde. Bleibe der Erfolg aus, könne das Problemverhalten eines Hundes eher noch verschlimmert werden, erklärt BHV-Vorstandsmitglied Sabine Winkler. 

Für den Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater gehört die Sendung umgehend abgesetzt. „Die darin praktizierten Trainingsmethoden können Nachahmer finden“, befürchtet Rainer Schröder. Hunden mit Gewalt zu begegnen, kann zu gefährlichen Situationen führen. „Es grenzt an ein Wunder, dass Frau N. in dem genannten Beispiel nicht von einem der Hunde gebissen wurde“, ergänzt Rainer Schröder. 

Weitere Informationen:
BHV (Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V.)
Geschäftsstelle: Auf der Lind 3, 65529 Waldems-Esch
Tel. 06192-9581136 | Fax 06192-9581138
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Internet: www.hundeschulen.de

Pressekontakt:
Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV)
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