| Landestierschutzbeauftragte spricht sich gegen Rasseliste in Hundegesetzen aus |
Madeleine Martin wirbt im Interview mit BHV-Magazin für Hundeführerschein
Fast alle Bundesländer haben in ihren gesetzlichen Grundlagen über das Halten und Führen von Hunden Rassen erfasst, die pauschal als gefährlich eingestuft werden. Diese „Listen“ werden als Rasselisten bezeichnet. Meist müssen nur Halter dieser „Listenhunde“ einen Sachkundenachweis erbringen - also Zeugnis ablegen über ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit Hunden. Der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV) kämpft bundesweit gegen diese Diskriminierung einzelner Hunderassen und plädiert dafür, jeden Hundehaltern in die Pflicht zu nehmen. Deshalb soll der Hundeführerschein bundesweit eingeführt werden. Der Verband erhofft sich dadurch einen Rückgang tragischer Beißvorfälle. „Nur wer sich mit dem Wesen des Hundes eingehend beschäftigt, der kann Fehler vermeiden“, sagt der BHV-Vorsitzende Rainer Schröder. Bislang konnte sich nur das Land Niedersachsen durchringen, den Hundeführerschein zum verbindlichen Bestandteil des im Sommer 2011 in Kraft getretenen Hundegesetzes zu machen: Ab 2013 müssen Bürger, die einen Hund halten oder führen wollen, zuvor die Schulbank gedrückt und eine Prüfung abgelegt haben. „Die niedersächsische Landesregierung versteht offenbar, dass man alle Beißvorfälle hinterfragen muss und sich auch mit der Frage beschäftigt, welche Gefahr von Hunden in Familien ausgehen kann, die sich nicht mit Hunden auskennen. Der Hundeführerschein ist grundlegend notwendig“, sagte Dr. Madeleine Martin. Das komplette Interview ist nachzulesen in der aktuellen Ausgabe 02/2012 von „Der Familienhund“ - erhältlich in den BHV-Hundeschulen. Hinweis an die Redaktion: Gern senden wir Ihnen das Interview auch zu - kurze Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. genügt. Einen Überblick über die Hundeschulen des BHV gibt es im Internet unter www.hundeschulen.de Weitere Informationen: BHV e. V.
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Berlin/ Frankfurt am Main, 27. Dezember 2012 – Der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV e.V.), die Interessengemeinschaft unabhängiger Hundeschulen e. V. (IGuH e.V.) und der Internationale Verband der Hundetrainer (IBH e.V.) üben scharfe Kritik an gewalttätigen Methoden in der Hundeerziehung. Anlass für die Stellungnahme der in den Berufsverbänden zusammengeschlossenen Hundetrainer ist ein vor kurzem veröffentlichtes Video, das sehr deutlich den Einsatz von Gewalt dokumentiert: Einem Schäferhund wird dabei mit einem metallenen Futternapf heftig seitlich an den Kopf geschlagen.
Im Internet sorgt derzeit unter Hundefreunden ein Videoclip (zu sehen unter http://youtube/HrPBKbXuowE) für teils sehr erregte Diskussionen. Dabei ist zu sehen, wie ein Schäferhund von einem Trainer mit einem metallenen Futternapf heftig auf dem Kopf geschlagen wird, als er in einer gestellten Situation mit Maulkorb versehen versucht, eine Person zu attackieren. Inzwischen wurde durch Stellungnahmen der daran beteiligten Personen (Michael Grewe und Frank Fass) bekannt, dass das Video 2009 während eines Canis-Ausbildungsworkshops für angehende Hundetrainer aufgenommen wurde. Das harte Vorgehen wird von Herrn Grewe in seiner Stellungnahme damit begründet, dass der Schäferhund bereits „etliche Hundeschulen“ durchlaufen hatte, derzeit zur Diskussion stand, ob er eingeschläfert werden müsse und die Halterin den Hund nach dem Training „bei sich behalten und gefahrloser managen“ konnte. Die Szene sei außerdem aus dem Zusammenhang gerissen und das Vorgehen könne daher aufgrund des kurzen Filmausschnittes gar nicht beurteilt werden.
Berlin/ Frankfurt am Main, 25. Juni 2012 - Die Landestierschutzbeauftragte des Landes Hessen hat sich vehement gegen eine sogenannte Rasseliste in Hundegesetzen und Verordnungen der Bundesländer ausgesprochen. „Jeder Hundehalter muss in der Lage sein, seinen Hund so zu halten, dass das Tier hundegerecht gehalten wird und niemanden belästigt“, sagte Dr. Madeleine Martin in der aktuellen Ausgabe von „Der Familienhund“ - dem Magazin des Berufsverbandes der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV). „Die Hundegesetze und -verordnungen der Länder definieren ja ganz unterschiedlich, welche Rasse de facto als gefährlich einzustufen sind“, erklärte die Tierärztin. „Das ist aber unsinnig.“ Sie plädierte dafür, alle Hundehalter in die Pflicht zu nehmen - egal zu welchen Rassen deren Tier gehört. „Eine Rasseliste tritt den Tierschutz mit Füßen und wird der öffentlichen Sicherheit nicht gerecht.“