| Stellungnahme des BHV zum Thema Welpenhandel |
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Aus aktuellem Anlass möchten wir unsere Position zu diesem kontrovers diskutierten Thema klar darlegen: Der BHV hat – nicht zuletzt in seiner Satzung – die artgerechte und tierschutzgerechte Zucht, Aufzucht und Erziehung als oberstes Ziel der Verbandsarbeit definiert. Dies ist kein Lippenbekenntnis sondern wird von unseren engagierten Mitgliedern in ihrer tagtäglichen Arbeit vertreten. Unsere Mitglieder beraten sowohl seriöse Züchter bei der Aufzucht als auch Welpenkäufer bei der Auswahl eines zu ihnen und ihren Lebensumständen passenden Welpen. Aktuell wird der BHV im Rahmen der Messe „Der Familienhund“ in Flörsheim eine Informations-Veranstaltung zum Thema „Wühltischwelpen – Nein Danke“ – gemeinsam mit TASSO e.V. – anbieten, um der interessierten Öffentlichkeit das Problem-Potential eines Hundekaufs im Zoofachhandel und auf „Heimtier-Märkten“ aufzuzeigen. Umso mehr irritiert uns als Vorstand des BHV der Umstand, dass sich einzelne Stimmen durchaus positiv über das Welpenangebot der Firma „Zoo Zajac“ äußern. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass es sich hier um private Meinungen handelt und keineswegs die Meinung des BHV und seiner Mitglieder widerspiegelt. Der BHV distanziert sich daher entschieden von solchen Aussagen. Wir halten den Handel mit Welpen im Zoofachhandel für unverantwortlich, nicht artgerecht und mit dem Gedanken des Tierschutzes unvereinbar. Seriöse Züchter geben ihre Welpen ausschließlich direkt an die zukünftigen Halter – er möchte wissen wo und wie seine Hunde zukünftig leben werden. Umgekehrt ist das Kennenlernen der Elterntiere und der Haltungsbedingungen ein sehr wichtiger Aspekt bei der Auswahl eines seriösen Züchters. Der BHV unterstützt eine sorgfältige Aufklärung der angehenden Hundehalter vor dem Welpenkauf! Nur wer sich gründlich informiert hat, wird das Angebot von Welpen aus fragwürdigen Quellen hinterfragen und verantwortliche Entscheidungen treffen können. Der Vorstand |
Berlin/ Frankfurt am Main, 27. Dezember 2012 – Der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV e.V.), die Interessengemeinschaft unabhängiger Hundeschulen e. V. (IGuH e.V.) und der Internationale Verband der Hundetrainer (IBH e.V.) üben scharfe Kritik an gewalttätigen Methoden in der Hundeerziehung. Anlass für die Stellungnahme der in den Berufsverbänden zusammengeschlossenen Hundetrainer ist ein vor kurzem veröffentlichtes Video, das sehr deutlich den Einsatz von Gewalt dokumentiert: Einem Schäferhund wird dabei mit einem metallenen Futternapf heftig seitlich an den Kopf geschlagen.
Im Internet sorgt derzeit unter Hundefreunden ein Videoclip (zu sehen unter http://youtube/HrPBKbXuowE) für teils sehr erregte Diskussionen. Dabei ist zu sehen, wie ein Schäferhund von einem Trainer mit einem metallenen Futternapf heftig auf dem Kopf geschlagen wird, als er in einer gestellten Situation mit Maulkorb versehen versucht, eine Person zu attackieren. Inzwischen wurde durch Stellungnahmen der daran beteiligten Personen (Michael Grewe und Frank Fass) bekannt, dass das Video 2009 während eines Canis-Ausbildungsworkshops für angehende Hundetrainer aufgenommen wurde. Das harte Vorgehen wird von Herrn Grewe in seiner Stellungnahme damit begründet, dass der Schäferhund bereits „etliche Hundeschulen“ durchlaufen hatte, derzeit zur Diskussion stand, ob er eingeschläfert werden müsse und die Halterin den Hund nach dem Training „bei sich behalten und gefahrloser managen“ konnte. Die Szene sei außerdem aus dem Zusammenhang gerissen und das Vorgehen könne daher aufgrund des kurzen Filmausschnittes gar nicht beurteilt werden.